PRESSEAUSSENDUNG – JUNI 2003-06-19
Jugendlicher aus Pensacola braucht dringend Anwalt, um Gerechtigkeit zu
bekommen.
Daniel Carters Prozess verzögert sich aufgrund des Todes seines Anwaltes.
Pensacola, Florida, 17. Juni 2003 – Daniel Carter wurde letzte Woche 16
Jahre alt und statt dass er seinen Geburtstag mit seinen Freunden feierte, zur
Schule ging und autofahren lernte, ist er weiterhin im Bezirksgefängnis von
Escambia untergebracht und wartet dort auf seinen Tag im Gericht. Daniel ist für
den Tod seines Onkels, Jack Carter, wegen vorsätzlichen Mordes ersten Grades
angeklagt. Wenn er wegen dieser Anklage als Erwachsener schuldig gesprochen
wird, wird Daniel den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.
Verlassen und alleine macht sich Daniel nicht nur Sorgen um seine
Zukunft, er trauert auch um den Verlust der einzigen Vaterfigur in seinem Leben,
zu der sein Anwalt, James Stoker, im letzten Jahr wurde, der aber leider letzte
Woche verstorben ist. Vor seinem Tod war Stokes engagiert, Daniel in den
Anklagepunkten gegen den Jugendlichen freigesprochen zu bekommen.
Daniel war gerade erst 14 Jahre alt geworden, als er eine
Auseinandersetzung mit seinem Onkel hatte, die mit dem Tod des Onkels endete.
Die Umstände dieses „Verbrechens“ sind klar und deuten eindeutig auf
Selbstverteidigung hin.
Das
Gesetz von Florida (§ 776.012 des FSA) erlaubt den Einsatz tödlicher Gewalt, um
sich oder andere vor der Bedrohung durch Tod oder ernsthafte Verletzungen zu
schützen.
Bei
all ihrer Rhetorik, die sie für diese Anklage verwenden, haben die Ankläger von
Florida anscheinend zahlreiche Fakten übersehen, die darauf hinweisen, dass Jack
Carter der wahre Aggressor war.
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Während Daniel Carter in seinem Bett lag und schlief, brach Jack Carter, ein
Bodybuilder, durch eine versperrte Schlafzimmertür. Er war mit einer
Taschenlampe, einem Messer und einem Seil bewaffnet, mit dem er Daniel ans Bett
fesseln und verstümmeln wollte. (Übereinstimmung zwischen Drohung und Handlung).
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Ein betrunkener Jack Carter drohte damit Daniel für eine triviale Handlung aus
Übermut (eine Bedrohung mit Körperverletzung) zu kastrieren.
- Jack Carter schlug Daniel mit der Taschenlampe (Angriff). Während dieser Auseinandersetzung kam ein Messer hinter einer TV-Anlage zum Vorschein und die beiden kämpften um es. Daniel bekam auf seinen Fingern „Verteidigungswunden“, bevor er das Messer dem größeren, stärkeren Jack entwinden konnte.
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In dem darauffolgenden Kampf erlitt Jack zahlreiche Schnittwunden, von
denen eine tödlich war.
Jack Carter hat zumindest eine, wenn nicht mehrere Straftaten begangen
und Daniel hatte keine Möglichkeit zu entkommen, da Jack die Tür blockierte.
Bis
ein Anwalt gefunden wird, der James Stokes ersetzen kann, wird Daniel alleine im
Bezirksgefängnis von Escambia bleiben. Daniel wird als Erwachsener vor Gericht
gestellt und wird deshalb im Bezirksgefängnis von Escambia als Erwachsener
angesehen, ohne die Rechte eines Jugendlichen laut dem Gesetz von Florida.
Die
Gleichgültigkeit gegenüber Daniels Bedürfnissen, während dieser darauf wartet,
als wahrscheinlich Unschuldiger vor Gericht zu stehen, ist für Daniels
Gesundheit abträglich und der Schaden, der an dem bereits traumatisierten
Halbwüchsigen geleistet wurde, muss durch eine andere Anordnung ausgebessert
werden, während er auf seinen Prozess wartet.
Schon alleine die Entscheidung Anklage zu erheben, ist sehr fragwürdig.
Wenn Daniel wirklich zum Zeitpunkt des Todes seines Onkels ein Erwachsener
gewesen wäre, wäre typischerweise keine Anklage erhoben worden. Die Motivation,
auf diese Weise vorzugehen, ist sehr fragwürdig. Wenn man all die Rhetorik
wegnimmt erweckt dieser Fall den Eindruck eines Justizirrtums. Daniel braucht
einen Anwalt, um politischen Druck ausüben zu können, damit die Behörden das
Ermessen der Anklage nutzen können und keinen Prozess gegen Daniel führen.
Kids in Court
Kids in Court ist eine Rechtshilfegruppe, die sich dagegen einsetzt, dass
wegen eines Verbrechens angeklagte Jugendliche von auf Rehabilitierung
ausgerichteten Jugendgerichten auf das auf Strafe ausgerichtete
Erwachsenengefängnissystem übertragen werden. Die Mitglieder von Kids in Court
sind Mütter, Väter, besorgte Bürger, juristische und medizinische Fachleute,
ehemalige Kindergefangene und ihre Familien.
Für mehr Informationen besuchen Sie bitte www.kidsincourt.com und www.danielcarter.us oder kontaktieren Sie Donna Gallegos unter 001/270-415-9955 oder per Email savedanielcarter@yahoo.com